Änderungen der Düsseldorfer Tabelle zum Jahr 2020

Ab dem 01.01.2020 gelten beim Unterhaltsrecht wieder neue Bedarfssätze. Der Unterhaltsbetrag für Kinder steigt an.

Bei minderjährigen Kindern im Haushalt eines Elternteils geht es hier wieder um moderate Beträge, bei Kindern ab 18 im Haushalt eines Elternteils sogar nur um ein paar Euro. Der angemessene Gesamtunterhaltsbedarf eines Studierenden wurde jedoch deutlich angehoben, und zwar von monatlich 735,00 € auf stolze 860,00 €.

Erfreulich für Unterhaltsschuldner dürfte sein, dass deren notwendiger Selbstbehalt ebenfalls angehoben wurde. Beim erwerbstätigen Unterhaltsverpflichteten müssen monatlich 1.160,00 € für die eigene Lebensführung verbleiben, bei nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen 960,00 €.

Automatisch beachten müssen dies alle Unterhaltsschuldner, die nach dynamischen Titeln verpflichtet sind. Unterhaltsbeträge sind ansonsten im Zweifel vom Unterhaltsberechtigten zu fordern.

Wie bisher auch, ist der Betrag immer noch um das hälftige Kindergeld zu kürzen, denn jedes Elternteil soll etwas vom Kindergeld haben – auch wenn nur ein Elternteil das Geld von der Familienkasse ausgezahlt bekommt. Die Kindergeldanrechnung erfolgt bei Minderjährigen zur Hälfte, bei privilegierten volljährigen Kindern in vollem Umfang. Am Ende der Tabelle finden sich deshalb auch die tatsächlichen Zahlbeträge, die das jeweilige Kindergeld (für ein 1., 2., 3. oder 4. Kind) berücksichtigen.

Die Düsseldorfer Tabelle 01/2020 finden Sie in unserem Download-Bereich. Diese hat keine Gesetzeskraft, wird jedoch deutschlandweit durchaus als verbindlich betrachtet.

Gerne berät Sie unsere Fachanwältin für Familienrecht Frau Dr. Michelle Küster.

Artikel von:

Dr. Michelle Küster
29.01.2020

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